Am 24. Februar 2026 bestätigte das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) einen neuen strategischen Ansatz im Rahmen von UK REACH: Das Vereinigte Königreich wird seine Kandidatenliste besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC) stärker an die EU REACH-Kandidatenliste angleichen. Dazu gehört eine systematische Überprüfung der seit dem 1. Januar 2021 in die EU-Liste aufgenommenen Stoffe sowie zukünftiger Ergänzungen, mit dem Ziel, diese – sofern angemessen – in die britische Liste zu übernehmen.
Dies ist eine wichtige Entwicklung für Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender, die Produkte sowohl auf dem EU- als auch auf dem britischen Markt in Verkehr bringen. Seit dem Brexit mussten Unternehmen das Risiko einer Divergenz zwischen beiden Systemen managen. Im Jahr 2025 überprüfte die britische Regierung ihren bisherigen Ansatz. Mit der neuen Erklärung vom 24. Februar 2026 wurden diese Grundsätze nun formell aufgehoben und durch die neue Angleichungsstrategie ersetzt. Das Ergebnis ist mehr Klarheit und eine solidere Grundlage, um sich auf eine einheitliche Datenbasis in beiden Rechtsräumen zu stützen.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
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Stärkere Angleichung der UK REACH SVHC-Liste an die EU REACH-Kandidatenliste
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Systematische Überprüfung der EU-Ergänzungen seit dem 1. Januar 2021
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Übergangsgrundsätze aufgehoben und durch eine neue Angleichungsstrategie ersetzt
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Weiterhin Möglichkeit für UK-spezifische SVHC-Ergänzungen
Für die meisten Unternehmen bedeutet dies, dass die bereits für EU REACH Artikel 33 erhobenen Stoffdaten auch zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten unter UK REACH genutzt werden können. Allerdings hat sich das Vereinigte Königreich nicht dazu verpflichtet, die EU-Liste vollständig zu spiegeln, und behält sich das Recht vor, eigenständig weitere SVHCs hinzuzufügen. Unternehmen sollten daher weiterhin die britische Kandidatenliste im Blick behalten, um mögliche zukünftige Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Bei 1cc GmbH bewerten wir dies als einen positiven und pragmatischen Schritt. Eine stärkere Angleichung hilft, regulatorische Komplexität zu reduzieren, doch eine effektive Compliance hängt weiterhin von verlässlichen Lieferkettendaten und der kontinuierlichen Beobachtung regulatorischer Änderungen ab. Unternehmen mit strukturierten Material-Compliance-Prozessen sind am besten aufgestellt, um effizient auf zukünftige SVHC-Aktualisierungen zu reagieren.
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Bei 1cc GmbH verfolgen wir regulatorische Entwicklungen genau, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Compliance-Anforderungen effizient zu erfüllen – von REACH und RoHS bis hin zu SCIP und darüber hinaus. Unsere Experten helfen Ihnen, Ihre Produkte, Lieferketten und Berichtsprozesse im Einklang mit den aktuellen EU-Anforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Chemikaliensicherheit zu halten.
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