Am 17. April 2026 hat die Responsible Minerals Initiative (RMI) aktualisierte Versionen ihrer drei zentralen Reporting-Templates veröffentlicht, dem Extended Minerals Reporting Template (EMRT 2.11), dem Conflict Minerals Reporting Template (CMRT 6.6) und dem Additional Minerals Reporting Template (AMRT 1.31).
Auch wenn diese Updates keine grundlegenden strukturellen Änderungen mit sich bringen, sind sie operativ relevant, um Compliance entlang der Lieferkette sicherzustellen.
1. EMRT 2.11 (Extended Minerals Reporting Template)
Wichtige Updates
- ISO-Standardisierung
Länder- und Regionsnamen wurden auf ISO-Kurzbezeichnungen umgestellt. - Fix im „Declaration Tab“
Problem bei der Datumseingabe wurde behoben – verbessert die Datenqualität. - Schmelzerdaten aktualisiert
Aktualisierung der Smelter Reference List und der Standard Smelter List.
2. CMRT 6.6 (Conflict Minerals Reporting Template)
Wichtige Updates
- Neue Produktfelder hinzugefügt
- Produktnummer des Anfragenden („Requester Product Number“)
- Produktname des Anfragenden („Requester Product Name“)
- ISO-Standardisierung
Anpassung der Länder- und Regionsbezeichnungen an ISO-Standards. - Aktualisierte Schmelzerdaten
Integration der neuesten Smelter- und Standardlisten. - Aktualisierte Leitlinien verfügbar
Neue Leitlinien zu:- Erfasste Länder
- Konfliktgebiete und Hochrisikogebiete (CAHRAs) (Fragen 3 & 4)
3. AMRT 1.31 (Additional Minerals Reporting Template)
Wichtige Updates
- ISO-Standardisierung
Harmonisierung der Länderbezeichnungen gemäß ISO. - Fix im „Declaration Tab“
Gleiches Update wie im EMRT zur Korrektur der Datumseingabe. - Schmelzerdaten aktualisiert
Aktualisierung der Referenz- und Standardlisten.
Weitere Informationen
Das AMRT dient weiterhin primär als orientierungsgebendes Template zur Unterstützung von:
- Priorisierung von Mineralien
- Identifikation von ESG-Risiken
- Entwicklung von Responsible-Sourcing-Strategien
Die nächste Version wird im Herbst 2026 erwartet
Template-übergreifende Änderungen (alle drei Templates)
Die folgenden Anpassungen gelten für EMRT, CMRT und AMRT:
- Verwendung von ISO-Kurzbezeichnungen für Länder und Regionen
- Aktualisierte Schmelzerdaten
- Keine Konflikte mit dem IPC-1755-Standard
Ziel dieser Änderungen ist es, die Datenqualität und Interoperabilität zu verbessern, ohne zusätzliche Reporting-Aufwände zu erzeugen.
Erforderliche Maßnahmen für Unternehmen
Um den RMI-Anforderungen weiterhin zu entsprechen:
- Aktuelle Versionen sofort einsetzen
Nutzung von EMRT 2.11, CMRT 6.6 und AMRT 1.31 für alle neuen Datenerhebungen. - Interne Systeme aktualisieren
- Anpassung der Länderbezeichnungen an ISO-Standards
- Integration der neuen CMRT-Produktfelder (falls relevant)
- Datenvalidierung sicherstellen
- Überprüfung der Einträge im Declaration Tab
- Abgleich der Schmelzerdaten mit den aktualisierten Listen
- Lieferanten einbinden
Sicherstellen, dass alle Lieferanten die neuesten Templates verwenden, um Dateninkonsistenzen zu vermeiden.
Zusammenfassung
Die RMI-Updates vom April 2026 sind gezielte Optimierungen, keine strukturellen Veränderungen. Die wichtigsten Punkte:
- CMRT 6.6 führt neue Felder zur Produkt-Rückverfolgbarkeit ein
- Alle Templates sind an ISO-Länderstandards angepasst
- Schmelzerdaten wurden umfassend aktualisiert
- Kleinere Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit erhöhen die Datengenauigkeit
Der Anpassungsaufwand ist begrenzt – eine zeitnahe Umsetzung ist jedoch entscheidend, um Compliance und Datenintegrität sicherzustellen.
Für Unternehmen mit komplexen Lieferketten unterstreichen diese Änderungen eine zentrale Anforderung: präzise, standardisierte und rückverfolgbare Daten über alle Reporting-Ebenen hinweg.
1cc GmbH unterstützt Organisationen bei der Umsetzung dieser Updates – von der Template-Einführung über die Lieferantenkommunikation bis hin zur vollständigen Ausrichtung der Compliance-Strukturen.