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31

Mär 2026

KIBAD: Die Zukunft von Batterien mit KI und Daten gestalten

On 31 , Mär 2026 | In | By Alisa Maier

Mit dem Projekt KIBAD (KI-gestützte Batteriedatenanalyse) ist Anfang März ein spannendes Vorhaben gestartet, das unsere Schwesterfirma TechProtect GmbH aktiv begleitet. Gemeinsam mit der Hochschule Konstanz wird daran gearbeitet, die Nutzung von Batteriedaten auf ein neues Level zu heben – mit dem Ziel, Second-Life-Anwendungen und die Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu stärken.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert und durch die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH als Projektträger betreut.


Kick-off in Holzgerlingen: Gemeinsamer Start in die Zusammenarbeit 

Der offizielle Projektstart am 1. März 2026 markierte den Beginn einer intensiven Zusammenarbeit. Gemeinsam mit der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Johannes Reuter sowie dem Industriepartner TechProtect (Armin Kienle) arbeitet unsere Schwesterfirma in den kommenden zwei Jahren an der Entwicklung einer KI-gestützten Plattform. 

Der Auftakttermin diente vor allem dazu, die gemeinsame Ausrichtung zu schärfen und ein einheitliches Verständnis für Ziele und Vorgehen zu entwickeln. Schnell wurde deutlich, wie wertvoll die unterschiedlichen Perspektiven aus Forschung und Industrie sind – vereint durch das gemeinsame Ziel, Batteriedaten besser nutzbar zu machen.

Das Projekt wird zudem durch weitere Beteiligte aus Praxis und Forschung sowie Studierende der Hochschule unterstützt, die aktiv an der Umsetzung mitwirken.


Warum Batteriedaten im Fokus stehen

In vielen Projekten sehen wir, dass das Potenzial von Batteriedaten noch lange nicht ausgeschöpft ist. Genau hier setzt KIBAD an.

Im Zentrum steht die Entwicklung einer Plattform, die sowohl reale Felddaten als auch Testdaten von Batteriezellen nutzt,  um über Algorithmen immer fundiertere Ergebnisse für Datenblätter der Batteriezellen zu ermöglichen. Mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen werden beispielsweise Ladezyklen, Kapazitätsverluste und thermische Einflüsse analysiert und mit zunehmenden Datenvolumen verfeinert.

Das Ziel:

    • realistische Prognosen zur Restlebensdauer
    • fundierte Bewertung der Zelle (State of Health=SOH)
    • Entscheidungsgrundlage für Recycling oder Weiterverwendung
    • Datenblatt zur Zweitnutzung der Batteriezelle

Von isolierten Daten zu echten Lösungen

Was KIBAD besonders spannend macht, ist der Fokus auf offene und interoperable Datenstrukturen. Statt isolierter Insellösungen soll eine Infrastruktur entstehen, die von verschiedenen Akteuren genutzt werden kann: vom Hersteller bis zum Recycler.

Gerade im Kontext steigender regulatorischer Anforderungen wird das immer wichtiger. Denn ohne belastbare Daten wird es zunehmend schwierig, Compliance nicht nur sicherzustellen, sondern auch effizient umzusetzen. Ziel ist es dabei nicht nur, regulatorische Anforderungen zu erfüllen, sondern diese durch datenbasierte Ansätze aktiv zu übertreffen und neue Standards für gebrauchte Batteriezelle zu setzen.

Ein Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft 

Das Projekt KIBAD ist mehr als ein Forschungsprojekt. Es ist ein konkreter Schritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft die Wiederverwendung statt Recycling durch Datenanalyse ermöglicht, um damit auf der Stufe auf der Abfallhierarchie nach oben zu verschieben (Reduce – Reuse - Recycle - Disposal).

TechProtect bringt dabei die Perspektive aus der Praxis ein – insbesondere an der Schnittstelle von Regulierung, Daten und operativer Umsetzung. Ergänzt wird dies durch die Hochschule Konstanz, die ihre Expertise in Forschung und Fuzzy-Algorithmen einbringt. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur technologisch funktionieren, sondern sich auch erfolgreich im Markt anwenden lassen. 

Das Projekt läuft bis Februar 2028. Wir werden die Entwicklung regelmäßig begleiten und Einblicke teilen: vom Kick-off über erste Ergebnisse bis hin zu konkreten Anwendungsfällen.

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