Die Europäische Kommission hat Entwürfe zur Verlängerung mehrerer Ausnahmen gemäß Anhang III der EU-RoHS-Richtlinie veröffentlicht, die sich auf kritische Ausnahmen wie 7(a), 7(c)-I, 7(c)-II, 6(a), 6(b) und 6(c) auswirken.
🔍 Geplante wichtige Aktualisierungen:
Ausnahme 7(a) (Blei in Hochtemperaturloten) – Verlängerung in der aktuellen Form bis zum 31. Dezember 2026, mit spezifischen Anwendungen, die unter den neuen Teil-Ausnahmen 7(a)-I bis 7(a)-VII bis zum 31. Dezember 2027 zusätzlich verlängert werden.
Ausnahme 7(c)-I – Verlängerung bis zum 31. Dezember 2026, mit neuen Teil-Ausnahmen 7(c)-V und 7(c)-VI, die bis zum 31. Dezember 2027 gültig sind.
Ausnahme 7(c)-II – Bleibt bis zum 31. Dezember 2027 in Kraft.
Ausnahmen 6(a) & 6(b) – Nicht verlängert; sie laufen 12 Monate nach Inkrafttreten der endgültigen delegierten Richtlinie aus. Allerdings wird die Ausnahme 6(a)-I in 6(a)-I und 6(a)-II aufgeteilt, die beide bis zum 31. Dezember 2026 gültig sind.
Ausnahmen 6(b)-I & 6(b)-II – Für die Produktkategorien 1–7 und 10 nicht verlängert, mit Auslaufzeiträumen von 12 bis 18 Monaten nach Annahme der Richtlinie. Allerdings bleiben sie für Kategorie 9 (industrielle Überwachungs- und Kontrollgeräte) und Kategorie 11 bis zum 31. Dezember 2026 gültig.
Ausnahme 6(c) – Verlängert bis zum 31. Dezember 2026.
Zusätzlich wurde die neue Ausnahme 6(b)-III eingeführt, die bis zum 31. Dezember 2026 gültig ist und die Produktkategorien 1–8, 9 (mit Ausnahme industrieller Überwachungs- und Kontrollgeräte) sowie 10 abdeckt.
Eine EU-Konsultation zu den geplanten Ausnahme-Verlängerungen endete am 10. Februar 2025. Die finalen Ausnahme-Verlängerungen werden im EU Amtsblatt als delegierte Rechtsakte veröffentlicht werden.
Weitere Details finden Sie unter dem folgenden Link:
- Lead as an alloying element in steel, aluminum, and copper: 6(a), 6(a)-I, 6(b), 6(b)-I, 6(b)-II, 6(c)
- Lead in glass or ceramic: 6(a), 6(a)-I, 6(b), 6(b)-I, 6(b)-II, 6(c)
Was bedeutet das für die Industrie?
- Strengere zukünftige Beschränkungen – Die kürzeren Verlängerungsfristen deuten auf eine zunehmend restriktive Regulierung hin, die Unternehmen zwingt, Materialsubstitutionen schneller umzusetzen.
- Compliance-Risiken – Hersteller, die Blei in Metallen, Loten oder Komponenten verwenden, müssen ihre Lieferketten jetzt analysieren, um zukünftige Risiken zu minimieren.
- Dringender Handlungsbedarf – Unternehmen, die auf diese Ausnahmen angewiesen sind, müssen schnell reagieren – entweder eine Verlängerung beantragen oder auf bleifreie Alternativen umstellen.
💬 Wie bereitet sich Ihre Organisation auf diese Veränderungen vor?