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13

Okt. 2026

Ihre DoC ist ausgefüllt. Aber hält sie auch einer konkreten Nachweisprüfung stand?

On 13 , Okt. 2026 | In | By Mona-Fee Kienle

Alle Felder sind ausgefüllt, das Dokument ist abgelegt und trotzdem kann die entscheidende Lücke erst dann sichtbar werden, wenn ein Nachweis gebraucht wird:

  • Passt die Erklärung wirklich zur aktuellen Verpackung?

  • Sind Materialdaten, technische Spezifikationen und Lieferantennachweise eindeutig zugeordnet?

  • Ist sichergestellt, dass nach einer Änderung nicht noch eine veraltete DoC verwendet wird?

Genau daran entscheidet sich, ob aus einem ausgefüllten Template eine belastbare Declaration of Conformity wird. Mit der PPWR reicht formale Vollständigkeit nicht als Prozess: Die Angaben müssen eindeutig, aktuell und nachvollziehbar belegbar sein.

Vollständig bedeutet mehr als „alle Felder ausgefüllt“

Die PPWR gibt für die EU-Konformitätserklärung eine konkrete Struktur vor. Dazu gehört unter anderem die Identifikation der Erklärung und der betreffenden Verpackung, Angaben zum Hersteller, eine Beschreibung des Gegenstands der Erklärung sowie Verweise auf einschlägige Rechtsvorschriften und gegebenenfalls auf angewandte Normen oder technische Spezifikationen.

Doch eine formal vollständige DoC ist nicht automatisch eine belastbare DoC. Entscheidend ist, was hinter den Angaben steht: Sind sie eindeutig, aktuell und durch die entsprechende technische Dokumentation nachvollziehbar belegt? Genau hier entstehen in der Praxis häufig Lücken.

Drei typische Schwachstellen in der praktischen Umsetzung

Eine erste Herausforderung ist die eindeutige Identifikation der Verpackung. Es muss nachvollziehbar sein, welche klar definierte Gruppe von Verpackungen Gegenstand der Erklärung ist. Zu allgemeine Beschreibungen können die eindeutige Zuordnung erschweren.

Die zweite Herausforderung betrifft die zugrunde liegenden Daten und Nachweise. Materialinformationen, technische Spezifikationen oder Lieferantendokumente befinden sich in vielen Unternehmen in unterschiedlichen Systemen und Fachbereichen. Eine DoC kann jedoch nur so belastbar sein wie die Informationen, auf denen sie basiert.

Drittens spielt die Aktualität eine entscheidende Rolle. Materialien ändern sich, Lieferanten wechseln oder Verpackungsdesigns werden angepasst. Unternehmen benötigen deshalb einen Prozess, mit dem erkannt wird, wann Änderungen Auswirkungen auf die technische Dokumentation und die bestehende DoC haben.

Vorsicht vor der Template-Falle

Ein einheitliches DoC-Template kann bei großen Verpackungsportfolios sinnvoll sein. Es ersetzt jedoch keine Prüfung der zugrunde liegenden Informationen.

Problematisch wird es, wenn Verpackungsbeschreibungen oder technische Referenzen aus bestehenden Erklärungen übernommen werden, ohne zu prüfen, ob sie tatsächlich zur jeweiligen Verpackung passen.

Die zentrale Frage sollte deshalb nicht nur lauten: „Haben wir für diese Verpackung eine DoC?“

Sondern: „Können wir die Aussagen in dieser DoC mit aktuellen und eindeutig zugeordneten Nachweisen belegen?“

Dafür braucht es eine klare Verbindung zwischen Verpackungsidentifikation, technischen Daten, Lieferantennachweisen, Konformitätsbewertung und der daraus resultierenden Erklärung.

Von der einzelnen DoC zum skalierbaren Compliance-Prozess

Besonders bei großen und internationalen Verpackungsportfolios wird die DoC damit zu einer Prozess- und Datenfrage. Wer ist für welche Informationen verantwortlich? Wo werden Nachweise abgelegt? Wie werden Änderungen erkannt? Und wie wird sichergestellt, dass die aktuelle Erklärung tatsächlich zur aktuellen Verpackungsversion gehört?

Genau hier setzen 1cc und TechProtect gemeinsam an. 1cc macht aus den PPWR-Vorgaben klare Anforderungen an Konformitätsbewertung, Dokumentation und interne Prozesse. TechProtect sorgt dafür, dass die dafür benötigten Verpackungsinformationen und Nachweise strukturiert zusammengeführt und operativ nutzbar werden.

So entsteht aus einzelnen Dokumenten ein nachvollziehbarer und skalierbarer Packaging-Compliance-Prozess.

Der nächste Schritt: Von der Verpackung zum Markt

Mit einer vollständigen DoC endet die regulatorische Verantwortung jedoch nicht. Sobald Verpackungen in verschiedenen europäischen Märkten bereitgestellt werden, rückt die Extended Producer Responsibility (EPR) in den Mittelpunkt.

Dann lautet die zentrale Frage: In welchen Ländern entstehen welche Pflichten – und wie lassen sich diese bei einem internationalen Vertrieb effizient steuern?

Genau darum geht es im nächsten Beitrag unserer Serie.

Wie belastbar ist Ihre DoC heute?

Sind Verpackungen, technische Nachweise und Konformitätserklärungen bereits eindeutig miteinander verknüpft oder müssen relevante Informationen bei jeder Prüfung erneut aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen werden?

1cc und TechProtect sorgen dafür, dass aus vorhandenen Dokumenten ein belastbarer Packaging-Compliance-Prozess wird: regulatorisch richtig eingeordnet, mit aktuellen Nachweisen hinterlegt und operativ skalierbar.

Wir prüfen Ihre bestehenden DoC-Prozesse, zeigen konkrete Nachweislücken auf und sorgen dafür, dass Erklärung, Verpackungsversion und technische Dokumentation belastbar zusammenpassen. 

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