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29

Apr 2026

Kreislaufwirtschaft im Unternehmen: Der Druck ist da – aber wo fängt man an?

On 29 , Apr 2026 | In | By Alisa Maier

In vielen Gesprächen mit Elektroherstellern hören wir aktuell denselben Satz:

„Wir wissen, dass wir uns mit Kreislaufwirtschaft beschäftigen müssen – aber wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen.“

Diese Unsicherheit ist kein Einzelfall. Sie zeigt, wie stark das Thema inzwischen in den Unternehmen angekommen ist – und wie schwierig der Einstieg oft erscheint.

Der Druck kommt dabei aus mehreren Richtungen gleichzeitig:

  • Neue regulatorische Anforderungen werden konkreter,
  • Kunden und Handelspartner erwarten zunehmend transparente und nachhaltige Lösungen
  • und gleichzeitig gewinnen interne Nachhaltigkeitsziele an Bedeutung.

Was lange als strategisches Zukunftsthema galt, ist heute operativer Handlungsbedarf.

Und genau hier entsteht die Herausforderung: Zwischen externem Druck und interner Umsetzung fehlt oft die klare Orientierung.

Gerade im Elektronikbereich wird Kreislaufwirtschaft schnell komplex. Es geht längst nicht mehr nur um Recycling. Unternehmen müssen sich mit erweiterter Herstellerverantwortung in unterschiedlichen Märkten auseinandersetzen, Rücknahme- und Entsorgungssysteme verstehen und gleichzeitig Materialentscheidungen sowie Produktlebenszyklen berücksichtigen. Diese Themen betreffen mehrere Bereiche gleichzeitig – von Regulatory über Produktentwicklung bis hin zu Einkauf und Vertrieb.

In der Praxis führt das häufig zu grundlegenden Fragen:

  • Wer übernimmt intern die Verantwortung?
  • Welche Anforderungen sind heute bereits relevant und welche zeichnen sich erst ab?
  • Und wo besteht tatsächlich konkreter Handlungsbedarf?

Was wir dabei häufig beobachten: Viele Unternehmen starten entweder gar nicht oder an mehreren Stellen gleichzeitig. Beides ist nachvollziehbar – führt aber selten zum Ziel. Entweder wird gezögert, weil Entwicklungen noch nicht vollständig klar sind, oder es werden einzelne Maßnahmen angestoßen, ohne sie in ein größeres Gesamtbild einzuordnen. Oft liegt der Fokus auf sichtbaren Themen wie Recycling, während strukturelle und regulatorische Fragen im Hintergrund offen bleiben.

Das Ergebnis ist häufig Stillstand, obwohl das Thema längst erkannt ist.

Dabei muss der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft nicht mit großen Programmen oder umfassenden Transformationen beginnen. Der sinnvollere erste Schritt ist deutlich einfacher: ein klares Bild der eigenen Ausgangssituation zu entwickeln.

Unternehmen sollten zunächst verstehen, wo sie regulatorisch betroffen sind, welche Produkte und Märkte relevant sind und wo bereits heute konkrete Verpflichtungen oder Risiken bestehen. Erst wenn diese Fragen sauber beantwortet sind, entsteht Orientierung.

Und genau diese Orientierung ist die Voraussetzung für alles Weitere. Sie ermöglicht es, Prioritäten klar zu setzen, Maßnahmen gezielt abzuleiten und Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Aus dieser Klarheit entsteht Handlungsfähigkeit.

Kreislaufwirtschaft ist kein Thema, das man „irgendwo“ beginnt. Aber es ist eines, das sich strukturiert und pragmatisch angehen lässt, wenn der Einstieg stimmt.

Viele Unternehmen stehen aktuell genau vor dieser Herausforderung: Sie wissen, was zu tun ist, aber nicht, wo sie anfangen sollen.

Genau hier kommen 1cc und unsere Schwesterfirma TechProtect ins Spiel: Wir bringen Struktur in die Komplexität, schaffen Transparenz und begleiten Sie Schritt für Schritt hin zu einer praxisnahen und regelkonformen Kreislaufwirtschaftsstrategie.

Kontaktieren Sie uns, um zu erfahren, wie wir Sie auf Ihrem Weg zur Kreislaufwirtschaft unterstützen können.

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