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13

Jan 2026

2026: Kritische Rohstoffe aus Kreisläufen sichern – von der Idee zur Strategie

On 13 , Jan 2026 | In | By Alisa Maier

Für viele Unternehmen steht 2026 im Zeichen der strategischen Weiterentwicklung.

Volatile Lieferketten, steigende Kosten und wachsende regulatorische Anforderungen machen deutlich: Der Umgang mit kritischen Rohstoffen ist längst kein reines Operativthema mehr – sondern Teil der Unternehmensstrategie.

Dabei liegt ein zentraler Hebel oft näher als gedacht: in bestehenden Kreisläufen.

Rückläufer, Altgeräte, Second-Life-Ströme und die systematische Rückgewinnung von Materialien bieten Unternehmen die Möglichkeit, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig Wertschöpfung zu sichern.

Daraus ergeben sich zwei eng miteinander verknüpfte Leitfragen:

  • Wie lassen sich kritische Rohstoffe aus bestehenden Kreisläufen sichern, ohne neue strukturelle Abhängigkeiten zu schaffen?
  • Wie stellen Unternehmen regulatorische Sicherheit her, damit diese Kreislaufmodelle regulatorisch sicher, planbar und skalierbar umgesetzt werden können?

Kreislaufwirtschaft als strategischen Instrument

Kreislaufwirtschaft wird häufig primär unter Nachhaltigkeits- oder ESG-Aspekten diskutiert. In der Praxis entwickelt sie sich jedoch zunehmend zu einem zentralen Instrument für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und regulatorische Stabilität.

Unternehmen, die Produkte, Komponenten und Materialien systematisch im Kreislauf halten,

  • reduzieren den Einsatz von Primärrohstoffen
  • erhöhen ihre strategische Handlungsfähigkeit
  • und schaffen Transparenz über Materialströme und Verpflichtungen

Entscheidend ist dabei ein ganzheitlicher Ansatz:

Nicht „Recycling am Ende“, sondern die Gestaltung des gesamten Produktlebenszyklus – von Markteinführung und Compliance über Rücknahme, Wiederverwendung und Second Life bis hin zur kontrollierten Verwertung.

Wo es in der Praxis hakt: Unsicherheit statt fehlendem Willen

Viele Unternehmen verfügen über ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. In der Umsetzung zeigt sich jedoch immer wieder: Nicht der Wille fehlt – sondern Orientierung und Sicherheit.

In der Praxis zeigen sich immer wieder ähnliche Hürden:

  • Welche Rücknahmepflichten gelten in welchen Märkten – heute und morgen?
  • Wie unterscheiden sich nationale und internationale EPR- und Produkt-Compliance-Anforderungen?
  • Welche operativen Schritte sind erforderlich, um die Verpflichtungen zu erfüllen?
  • Wie kann ich mich auf die kommenden regulatorischen Änderungen vorbereiten?
  • Welche Rücknahme- und Verwertungsmodelle sind sowohl wirtschaftlich als auch regulatorisch tragfähig?

Gerade im internationalen Kontext wird deutlich:
Ohne regulatorische Klarheit bleiben Kreislaufmodelle fragmentiert, schwer skalierbar und risikobehaftet.

Zentrale Bausteine für tragfähige Kreislaufstrategien

Erfolgreiche Kreislaufwirtschaft entsteht dort, wo Strategie, Regulierung und operative Machbarkeit zusammengeführt werden.

1. Strategische Beratung
Am Anfang stehen klare Entscheidungen: Zieldefinition, Scope, Business Case, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen – ohne diese Basis bleibt jeder Kreislauf fragil.

2. Regulatorische Sicherheit & Weitblick
Internationale Kreislaufmodelle erfordern kontinuierliche Gesetzesbeobachtung, Risikoanalysen und belastbare Compliance-Konzepte (z. B. EPR, Produkt-Compliance). Regulierung ist dabei kein Hemmnis, sondern eine zentrale Voraussetzung für Skalierung.

3. Integration von Rücknahme in Produkt- und Marktdesign
Rücknahmepflichten dürfen kein nachgelagerter Gedanke sein. Sie müssen frühzeitig in Produktdesign, Markteinführung und Go-to-Market-Strategien integriert werden – national wie international.

4. Operative Umsetzbarkeit im Alltag
Kreisläufe funktionieren nur, wenn sie einfach, verlässlich und skalierbar sind – für Kunden, Partner und interne Organisationen.

5. Second Life & After Sales
Bevor Materialien recycelt werden, sollten die werthaltigsten Optionen geprüft werden: Wiederverwendung, Second Life, Ersatzteile und Lifecycle Management. Erst danach folgt die Materialrückgewinnung.

6. Transparenz als Steuerungsinstrument
Daten, Reporting und Dashboards ermöglichen die Steuerung, Compliance, ESG-Berichterstattung und kontinuierliche Optimierung – und machen Kreislaufstrategien belastbar.

Wie 1cc Unternehmen im Kreislaufkontext unterstützt

1cc GmbH, als externe Umweltabteilung, unterstützt Unternehmen als strategischer Partner für internationale Compliance- und Nachhaltigkeitslösungen. Mit strategischem Weitblick und operativer Umsetzungskompetenz begleiten wir Unternehmen sicher durch die komplexen Anforderungen globaler Umweltregulierungen.

Wir geben Unternehmen regulatorische Sicherheit und helfen, Ihre Umweltverantwortung effizient wahrzunehmen, Einsparungen zu realisieren und gleichzeitig wirtschaftlich davon zu profitieren. Mit individueller Beratung, globalem Monitoring der Gesetzgebungen und operativer Unterstützung bei der Erfüllung Ihrer Verpflichtungen navigieren wir sie durch den Dschungel aus Umwelt- und Compliance-Vorschriften.

Gemeinsam mit unserem Schwesterunternehmen TechProtect GmbH schließen wir den Kreislauf. TechProtect ist Ihr Spezialist für die Umsetzung internationaler Rücknahmelösungen für Produkte am Ende ihres Lebenszyklus. Wir schaffen Raum für neue Chancen und fördern die Wiederverwendung von Rohstoffen.

2026: vom Kreislauf-Projekt zur Kreislauf-Strategie

Wenn Kreislaufwirtschaft 2026 echten Mehrwert schaffen soll, braucht es weniger Symbolik und mehr Struktur: klare Verantwortlichkeiten, belastbare Konzepte, regulatorische Sicherheit und Systeme, die im Alltag funktionieren.

2026 darf das Jahr sein, in dem Kreislaufwirtschaft vom Projekt zur Strategie wird – ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig wirksam.

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