Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat im Rahmen ihrer öffentlichen Konsultation zum Entwurf der sozioökonomischen Stellungnahme (SEAC) zur vorgeschlagenen EU-PFAS-Beschränkung 3.511 Stellungnahmen von mehr als 3.200 Organisationen und rund 250 Einzelpersonen erhalten.
Die Konsultation, die am 25. Mai 2026 endete, ist Teil der laufenden Bewertung einer der bedeutendsten chemischen Beschränkungen, die im Rahmen der REACH-Verordnung vorgeschlagen wurden.
Wichtigste Erkenntnisse
Das hohe Engagement der Interessengruppen spiegelt die weitreichenden Auswirkungen der vorgeschlagenen PFAS-Beschränkung auf die gesamte europäische Industrie wider.
Die Rückmeldungen umfassten Themen wie:
Verfügbarkeit von Alternativen
Übergangsfristen
Vorgeschlagene Ausnahmeregelungen
Wirtschaftliche Auswirkungen und Auswirkungen auf die Lieferkette
Technische Machbarkeit der Substitution
Stellungnahmen wurden von Interessengruppen aus Branchen wie der Chemie-, Elektronik-, Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Medizinprodukte-, Energie- und Fertigungsindustrie eingereicht.
Warum dies wichtig ist
PFAS, oft als „Forever Chemicals“ bezeichnet, werden aufgrund ihrer Hitze-, Wasser- und Ölbeständigkeit in großem Umfang eingesetzt. Bedenken hinsichtlich ihrer Persistenz in der Umwelt haben jedoch weltweit zu einer zunehmenden regulatorischen Kontrolle geführt.
Die vorgeschlagene Beschränkung könnte die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen von PFAS-haltigen Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen in zahlreichen Branchen beeinträchtigen.
Wie geht es weiter?
Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse (SEAC) der ECHA wird die Rückmeldungen aus der Konsultation prüfen.
Es wird erwartet, dass der SEAC seine endgültige Stellungnahme im Laufe des Jahres 2026 verabschiedet.
Zusammen mit der Stellungnahme des Ausschusses für Risikobewertung (RAC) wird der Vorschlag dann zur Entscheidung an die Europäische Kommission weitergeleitet.
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Obwohl sich die PFAS-Beschränkungen noch in der Entwicklung befinden, sollten Unternehmen nicht auf den endgültigen Gesetzestext warten, bevor sie Maßnahmen ergreifen. Die Identifizierung von PFAS in Produkten und Lieferketten kann ein zeitaufwändiger Prozess sein, der oft die Einbindung von Lieferanten über mehrere Ebenen der Wertschöpfungskette hinweg erfordert.
Ein praktischer erster Schritt besteht darin, zu verstehen, wo PFAS in Ihrem Produktportfolio vorkommen könnten, und damit zu beginnen, relevante Informationen von Lieferanten einzuholen. Auf diese Weise können Unternehmen potenzielle Expositionen einschätzen, Produkte mit höherem Risiko identifizieren, verfügbare Alternativen bewerten und sich auf künftige Kunden- und behördliche Anforderungen vorbereiten.
Bei 1cc unterstützen wir Unternehmen bei der PFAS-Lieferkettenerhebung, der Einbindung von Lieferanten, Datenerfassungskampagnen und der Auswertung von Lieferantenantworten. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, frühzeitig Einblick in potenzielle PFAS-Risiken zu gewinnen, damit sie sich proaktiv vorbereiten und das Risiko von Betriebsunterbrechungen verringern können, wenn neue Beschränkungen in Kraft treten.
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